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 Wird schreiben das Jahr 2011 im 7. Monat:
 

Der Urlaub war schön, so kurz nach meinen ersten Herzinfarkt kam langsam wieder Leben in den Körper.

Aber die Hin und Rückfahrt mit meinen Sohn in unserem alten Wohnmobil wurde langsam zur Qual.
Der Fahrer und Beifahrersitz war durchgesessen, das Fahrzeug schwamm nur noch auf der Strasse, die Lenkung hatte zwei Handbreit Spiel, Stossdämpfer und Achsgummi waren runter, das Getriebe lies sich nur noch schwer schalten und die Kardanwelle heulte mit dem Motor um die Wette.

Obwohl die jüngste Tochter Automechaniker ist, stand fest dass das Fahrgestell nicht mehr überholt würde.


Die Wohnkabine aber noch super in Schuß und sollte daher auf ein neueres Fahrgestell gesetzt werden.


Wenn mehr als zwei Personen mitfuhren mussten diese auf die Sitzplätz hinten im Aufbau Platz nehmen, über längere Zeit ist dieses nicht sehr bequem. Deshab sollte die neue Basis auch eine Doppelkabine werden.

Daheim begannen die ersten Planungen, technische Zeichnungen der verschieden Fahrgestelle wurden besorgt.


Der Frankia Aufbau wurde vermessen und eine Maßzeichnung angefertigt um auszuloten welches Doppelkabinenfahrgestell passte am besten unter die Wohnkabine.

Der Ducato hatte ein zu großes Maß von Rahmenoberkante zur Fahrgastzellenoberkante.

Das Maß des Frankia`s von Kabinenboden zu Alkovenboden ist nur 1,3m, somit wäre der Hilfsrahmen zu groß geworden.

Auch Renault/Opel und Mercedes passten nicht richtig.

VW mit den T5 passt wunderbar und wäre daher unser grosser
Wunsch gewesen, wenn VW einer Rahmenverlägerung um 50cm zugestimmt hätte > hat aber nicht.

Nun kam der Transit an die Reihe, passte ganz gut, nur geringe Radkastenversetzung im Frankia und der Hilfsrahmen mit 10 cm hält sich in Grenzen.

Zusammen mit den fertigen Zeichnungen und Aufbaurichtlinien von
Ford ging es zum TÜV, hier wurde dann schriftlich festgelegt was zu beachten war.

Nur ein paar Tage später entdeckte ich im Internet schon einen Transit DOKA, 3Jahre, 36000KM, sogar in der richtigen Farbe (Taxi-Beige Ral 1015) wie der Frankiaaufbau. Ford hatte zwar so eine Farbe nie im Programm, aber das Fahrzeug war auch nicht umlackiert sonders so ausgeliefert worden, somit ersparte ich mir teuere Lackarbeiten.

Der richtige Motor 2,4 Liter 115 PS war drin und das Fahrzeug stand keine 30 KM entfernt bei einen KFZ Händler.

Nachdem es aus einer Konkursmasse war und sowieso schon günstig hatte Handeln keinen Erfolg und es wechselten 14Tsd Teuronen den Besitzer.
Die Reifen und Bremsen waren nicht mehr die besten und wurden erneuert.

Es folgte das große Reinemachen, es war ein Gärtnereifahrzeug und daher doch ein bisschen „erdig“.

Rahmen und Karroserie waren ok, aber das Fahrwerk bekam eine „Rostkur“ mit Grundreinigung, Rostumwandler, Lack und Unterbodenschutz.

Die Sitzbänke vorne und hinten kamen raus, original Ford Einzelsitze mit Konsolen rein und der Durchstieg wurde ausgeschnitten.

Im Frankia mussten Teile der Einrichtung ausgebaut werden um an die 8 Tellerschrauben zukommen die den Aufbau auf den alten Misubishi-Fahrgestell hielten.

Dann ging es in eine Karosseriewerkstatt um den Hilfsrahmen zu bauen und den Aufbau umzusetzen, der Rahmen wurde noch verzinkt damit er gut gegen Rost geschützt ist. Zwischen Rahmen und Aufbau kam noch
eine Multifunktionsplatte. Für Hilfsrahmen und Umsetzen wechselten nochmals 4Tsd Teuronen den Besitzen.

Wieder Daheim ging es mit den Innenausbau und Aussendesign weiter. Als erstes wurde ein Korkboden verklebt und einlassiert, die Seitenwände der Sitzgruppe bekammen eine Gummibelag um sie unempfindlicher gegen Staugut zu machen. Radkästen wurden aussen und innen gesetzt und der Zwischraum zur Lärmdämmung ausgeschäumt.

Die Inneneinrichtung wurde wieder eingebaut, im Bereich Durchstieg musste die Verkeidung auf beiden Seiten komplett neu erstellt werden.


Die Fußwände der Sitzgruppe wurden mit Kunstleder bezogen um sie ein bisschen unempfindlicher gegen Fußattacken zu machen. Auch die Rückenlehnen wurden gepolstert und mit Kunstleder überzogen.

Toilette und Kücheneinrichtung wurden kurz überarbeitet und wieder eingebaut. Die Toilette sollt aber später noch komplett erneuert werden.

Es wurde noch eine komplette neue Elektroeinrichtung eingebaut und alle Leuchten auf LED umgerüstet bzw umgebaut.

Die Polster bekamen einen neuen Überzug von der Verwandschaft.

Der doch recht Transporterhafte  Fahrzeuginnenraum des Transits wurde auch noch wohnlicher gestaltet.

Die Außenverkleidungen im unteren Bereich bestehend aus 3mm Verbundplatten für den Karosseriebau in Alu gebürstet Design, diese wurden mit Sikaflex aufgeklebt und zusätzlich mit Alunieten befestigt.

Die obere Hälfe wurde noch Lackiert die unter Hälfte blieb Alu gebürstet.
Zwischen Alkoven und Transit Kabine folgten ebenfalls diese Verbundplatten als Verkleidung.

Die Verkleidungssäule im Bereich Fahrzeugkabine zur Wohnkabine wurde zuerst aus festern Pappkarton moduliert, danach wurde eine Negativform erstellt und aus einen PVC-Abwasserrohr eine grobe Säulenform ausgeschnitten. Dann in der Negativform mit Hitze auf Form gebracht und auf Endmaß geschnitten.
Anschließend mittels PU-Schaum und Nieten befestigt und lackiert.

Nachdem schon von Anfang an feststand  das es ein gasfreien Mobil sein sollte wurden viele Sachen geändert. Als reine Sommercamper gibt es keine Gasanlage mehr, in der Übergangszeit wird mit einer Eberspächer D2 Dieselheizung geheizt die ihren Platz im alten Gaskasten fand.

Unterhab des Kleiderschrankes wo die alte Truma Gasheizung war kam nun ein Auszugschub für Schuhe.

Der Heißwasserboiler sowie der Gaskocher entfielen ersatzlos da wir nur Campingplätze anfahren.

Nachden aber der TÜV eine Kochgelegenheit forderte musste ich noch eine pseudo Elektrokochplatte in die neue Arbeitsplatte einsetzen.

Der Kühlschrank läuft eh auf Land und Fahrstrom somit waren keine
Änderungen erforderlich.


Als Abschluss wurden noch die Dekorstreifen vom Frankia am Transit weitergeführt.

Nach 8 Monaten, der Winter hatte doch ein bisschen gebremst, war das Wohnmobil im April 2012 soweit fertig das ich zum TÜV konnte, die Abnahme war dann dank guter Absprache und Planung ohne Mängel schnell geschehen.

Anschliesend kam eine erste große Probefahrt/Testfahrt nach Italien.

Und es war mitte Mai schon sehr warm, in den Vorjahren hatten wir im alten Aufbau immer ein kleines Mobiles Klimagerät mit dabei.
Doch bei den kurzen Wochentripp blieb sie daheim.
Daher hatten die Ventilatoren in den Dachhauben schon zu kämpfen um die Wärme Abends aus der Kabine zu bringen.
Der Entschluss zu einer festen Klima stand fest, diese war nur für die Abendstunden angedacht um den Wohnraum zum Schlafen runterzukühlen. Nur welche sollte es sein? Staukasten oder Dach ?
Nach langem Überlegen entschloss ich mich für die neue Dometic Freshjet 1100.

Sie kam dann fünf Wochen später in großen Urlaub zum Einsatz. Die Erfahrung ist zwiespältig. Außen ist sie kaum zu hören, innen ist der Kompressor und Ventilator nachmittags und abends erträglich aber
nachts kann man(n) definitiv nicht damit schlafen.

Auf den Campingplatz ist mir aufgefallen das viele Transits mit italienischer Zulassung eine lackierte Fahrzeugfront hatten und somit das Fahrzeug harmonischer aussah. Zurück aus dem Urlaub wurde die Front abgebaut und zum Lacker gebracht. Nach der Montage sieht es doch viel freundlicher aus.

In den beiden Ausflügen wurde dann noch eine ToDo Liste erstellt welche über die Wintermonate abgearbeitet wird.


-- Und der Winter 2012/2013 war kalt und lang --

In den hinteren Türen der Doka wurden Armlehnen eingebaut, damit den hinteren Mitfahrern eine entspannte Sitzposition gewährleistet ist.

Auf Dach kam eine Triax-Hirschmann UFO DVB-T-Antenne um bei kurzen Trips nicht immer die Sat Schüssel aufzubauen.

Auch ein 50W Solarmodul mit Regler wurde noch installiert, nachdem wir das ganze Wohnmobil mit LED Leuchten ausgestattet haben sollte es langen, die Praxis wird es zeigen ob noch ein zweites Modul von nöten sein wird.

Für die keinen Fahrten ohne Gepäckanhänger wurde eine Box auf die Anhängerkupplung gesetzt, die Tisch und Stühle aufnimmt.

 

- und nun im August 2014 

kommt die letzte Umbaufase – der Toilettenraum.


Der wurde beim Umsetzen nur im Bodenbereich ausgebaut und danach wieder eingebaut, aber jetzt steht die eigentliche Renovierung an.

Also den ganze Mist raus, die alte Strukturtapete runter – war das eine Aktion > brr > die hatte ich vor 20 Jahre mit Ovalit pur aufgeklebt, die musste ich mit den Klinkenschaber millimeterweise runterkratzen. Das hat 3 Tage gekostet.

Danach wurde weißes Bootleder aufgebracht – sieht schick aus ..

In die Dachhaube wurden 24 LED eingebaut.

Das alte Kunststoffwaschbecken war in die Jahre gekommen und wurde durch ein neues weiß eloxiertes Edelstahlbecken ersetzt, das in einer weiß gewachsten Platte eingebaut wurde.

Der alte Badezimmer Kunststoffschrank wurde durch einen passgenauen Eigenbau, bezogen mit den weißen Bootleder ersetzt und bekam zwei Acrylglasscheiben zum schieben und noch ein LED Leuchtband oben.

Die alte Thetford Toilettenbank die ebenfalls in die Jahre gekommen war wurde durch eine neue drehbare Cassette ersetzt.
Die Wahl der Toilette fiel mir nicht leicht,

Thetford oder Dometic ? , Kunstoff oder Keramic ? , mit oder ohne Frischwasserbehälter ?
Erst bei ein Besuch auf dem Caravan Salon in Essen fiel die Wahl auf die C200 CWE. Diese hat einen eingebauten Tank den ich aber nicht von außen befülle, sondern über eine Pumpe vom Frischwasserkanister.

> Azusa hat sie bereits getestet und als Katzenklo für gut befunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Thetford mit der Konsole in ihre Einbauposition gebracht wurde stellte ich fest das die Serviceklappe  in einer falschen Position war.
Sie stammte noch von der alten Cassettenbank und musst um sieben Zentimeter nach unten und vier Zentimeter nach hinten versetzt werden.
Zuerst war angedacht eine neue grösser Türe einzusetzten, die nächste Grösse war viel zu gross und eine Massanfertig fast fünf mal so teuer
als eine Standarttür.
Ergo, nun musste die alte doch versetzt werden, was wiederum umfangreiche Karosseriearbeiten erforderte, einen neuen Rahmen bauen darauf aussen Reparaturblech setzen mit Lackierarbeiten dann innen noch die Verkleidung ändern.

Regalböden für die Handtücher neben den Spiegschrank folgten noch.
Danach kam der Unterschrank dran.

Als leztes die Vorhänge vor den Handtuchregal und den Waschtisch > fertig.

 

Der komplette Umbau ist nun nach 3 Jahren abgeschlossen und ich hoffe das ich in den nächsten 30 Jahren das alles genießen kann.

 

Album anschauen:

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Nachtrag:

Einbau von Alpenfön Ventilatoren in der Dachhaube